Im Vereinigten Königreich wurde eine neue Zusammenarbeit zwischen Ball Beverage Packaging und Coca-Cola Europacific Partners (CCEP) angekündigt, in deren Rahmen Fahrzeuge getestet werden sollen, die mit einer Mischung aus mit Wasserstoff behandeltem Pflanzenöl (HVO) betrieben werden.
Im vergangenen Oktober wurde ein einjähriges Experiment zur Verringerung der Treibhausgasemissionen in der Lieferkette gestartet. Es wird erwartet, dass dieses Projekt diese Emissionen um etwa 300 Tonnen pro Jahr reduzieren wird. Dabei wird eine Kombination aus HVO und Dieselkraftstoff für rund 5.000 Lieferungen an den CCEP-Standort in Wakefield, West Yorkshire, UK, verwendet. Unterstützt wird dieses Projekt vom Logistikpartner Menzies Distribution, einem der Verbündeten von Ball in Großbritannien.
HVO ist eine erneuerbare und alternative Kraftstoffquelle. Der Vorteil des Einsatzes von HVO besteht darin, dass sich der transportbedingte Kohlenstoff-Fußabdruck der Lieferkette von der Produktion bis zur Auslieferung an den Endkunden um bis zu 90 % verringern lässt, wenn er vollständig übernommen wird. Es kann als Hauptkraftstoff in Fahrzeugen verwendet oder mit Diesel kombiniert werden, um die CO2-Emissionen zu verbessern, ohne dass Änderungen am bestehenden Motor oder zusätzliche Wartungsarbeiten am Fahrzeug erforderlich sind.
Eine Möglichkeit zur Lagerung von HVO, einer Art alternativen Kraftstoffs zu Diesel, bestünde darin, ihn in lokalen Tanks mit Diesel zu mischen. Auf diese Weise könnte HVO in einem gleichwertigen Verhältnis bereitgestellt und der CO2-Ausstoß reduziert werden. Dies ist besonders im Energie- und Dieselsektor von Bedeutung, wo es darum geht, den ökologischen Fußabdruck zu verringern.
Im März 2023 kündigte Ball, ein führendes Unternehmen der Verpackungsindustrie, seinen neuen Climate Transition Plan an. Dieser Plan beschreibt, wie sich das Unternehmen zu einem vollständig kreislauforientierten und kohlenstofffreien Unternehmen entwickeln wird, um seinen Interessengruppen besser zu dienen und Lösungen anzubieten, die zur Verbesserung der Umwelt beitragen. Die Einführung von HVO-Kraftstoff ist einer der Schritte, die unternommen werden, um die von Ball gesetzten Dekarbonisierungsziele zu erreichen.
Tom McCarthy, Vice President of Integrated Business Planning bei Ball Beverage Packaging EMEA, zeigte sich begeistert von der Zusammenarbeit mit Coca-Cola Europacific Partners bei diesem wichtigen Projekt. Die Verringerung der Emissionen im Verkehr hat für das Unternehmen höchste Priorität, von der Dosenherstellung bis zur Auslieferung. In Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten entlang der Lieferkette werden Schritte unternommen, um die gesetzten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
In Europa gewinnen die HVO-Fahrzeuge in der Getränkeindustrie zunehmend an Bedeutung. Derzeit sind sie bereits an verschiedenen Ballstandorten in Frankreich und Schweden zu finden, während das Unternehmen an zukünftigen Projekten in Ländern wie Spanien, Italien, Österreich und der Schweiz arbeitet.
Bis 2022 will CCEP (Coca-Cola European Partners) rund 8 % der von seinen Spediteuren in Europa gefahrenen Kilometer mit alternativen Kraftstoffen bestreiten. Das Unternehmen arbeitet daran, diesen Prozentsatz zu erhöhen und verwendet derzeit hydriertes Pflanzenöl (HVO100) in Ländern wie Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Spanien und Schweden.