Der multinationale Konzern Hydro hat einen neuen Investitionsplan angekündigt. Das Unternehmen wird 73 Millionen Euro für Hydro Sunndal ausgeben, um die Position des Werks als Europas größtes Aluminiumwerk und als Lieferant von kohlenstoffarmem Aluminium für die nächsten Jahrzehnte zu stärken.

Hydro Sunndal in Westnorwegen ist Europas größte Aluminiumschmelze und Produzent von kohlenstoffarmem Aluminium. Diese Finanzspritze wird für den Ersatz und die Modernisierung des bestehenden Gleichrichter- und Hochspannungssystems, für neue Servicekräne sowie für die Elektrifizierung der Betriebsfahrzeuge zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit verwendet.

Eivind Kallevik, Executive Vice President von Hydro Aluminium Metal, unterstreicht: „Dies ist eine Investition in die Zukunft von Hydro Sunndal und zeigt unser Engagement für kohlenstoffarmes Aluminium aus Wasserkraft als Wegbereiter für den grünen Wandel. Hydro Sunndal wird noch viele Jahre lang ein führender Hersteller von kohlenstoffarmem Hydro Reduxa-Aluminium für die Automobilindustrie und das Baugewerbe sein“.

Er fügt hinzu: „Hydro Sunndal ist nicht nur die größte und modernste Aluminiumproduktionsstätte in Europa, sondern auch ein wichtiger Eckpfeiler in der Region mit mehr als 700 hochkompetenten Mitarbeitern. Die Anlage leistet einen wichtigen Beitrag zu den Nachhaltigkeits- und Rentabilitätszielen von Hydro und wird dies auch in Zukunft tun.“

Hydro Sunndal verfügt über zwei Produktionslinien für Primäraluminium, SU3 und SU4, mit einer Gesamtkapazität von 450.000 Tonnen Flüssigmetall pro Jahr. Die Investition ist für SU3 bestimmt, wo sieben neue Gleichrichtergruppen installiert werden, die eine stabile Stromversorgung der Produktionslinie bis weit über das Jahr 2040 hinaus gewährleisten.

Darüber hinaus werden sieben der derzeit in Betrieb befindlichen Fahrzeuge durch Elektrofahrzeuge ersetzt, wodurch der Dieselverbrauch um 250.000 Liter pro Jahr gesenkt wird. Vier Servicekräne werden ebenfalls erneuert.

Hydro hat außerdem beschlossen, in Deeside, Großbritannien, zu investieren, um seine Recyclingkapazität zu erhöhen. Das Unternehmen wird insbesondere 2,8 Millionen Euro in seine Recyclinganlage investieren. Die Investition wird die Aluminiumrecyclingkapazität des Werks auf 70 000 Tonnen pro Jahr erhöhen und die Position von Deeside auf dem britischen Markt für Strangpressbarren stärken, da den Kunden ab dem ersten Quartal 2023 ein höherer Anteil an recyceltem Material zur Verfügung steht.