Der niederländische Bierkonzern Heineken verzeichnete im ersten Halbjahr ein Umsatzwachstum von 2,1% und lag damit unter den Markterwartungen von 3,4%. Dennoch stiegen die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,2% auf 17,823 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn stieg ebenfalls um 12,5% auf 1,542 Milliarden Euro, blieb damit aber hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die einen Anstieg um 13,2% erwartet hatten. Darüber hinaus wuchs der verwässerte Gewinn je Aktie um 5,9% auf 2,15 Euro.


Das Unternehmen hat durch seine Beteiligung an China Resources Beer, der größten Brauerei des Landes, einen Verlust von 874 Millionen Euro erlitten, da der Aktienkurs von China Resources Beer aufgrund der rückläufigen Nachfrage gefallen ist.
Heineken, zu dem Marken wie Birra Moretti, Amstel und Red Stripe gehören, hält derzeit eine 40%ige Beteiligung an China Resources Beer.
Diese Belastung trug auch dazu bei, dass Heineken in der ersten Jahreshälfte einen Nettoverlust von 95 Millionen Euro verzeichnete, im Gegensatz zu einem Gewinn von 1,1 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres.


Heineken hat immer noch mit den Auswirkungen seiner drastischen Preiserhöhung im letzten Jahr zu kämpfen, bei der die Preise für verpackte und Fassprodukte im Durchschnitt um 15,8% gestiegen sind. Das Unternehmen erklärte, der Anstieg sei auf höhere Energie- und Inputpreise zurückzuführen. Die unsicheren makroökonomischen Aussichten in einigen seiner wichtigsten Märkte haben sich ebenfalls auf den Umsatz und das Volumen des Unternehmens ausgewirkt.