Die Xunta de Galicia plant, dass noch vor Jahresende eine neue Verordnung in Kraft tritt, die sowohl den Kauf als auch den Konsum von Energy-Drinks und E-Zigaretten für Minderjährige verbietet und diese rechtlich Alkohol und Tabak gleichstellt.

Der Gesetzentwurf, der den Schutz der Gesundheit von Minderjährigen stärken und Suchtverhalten verhindern soll, beginnt nun mit seinem parlamentarischen Verfahren. Der Vorschlag wurde jahrelang vorbereitet, nachdem er vor mehr als vier Jahren einer öffentlichen Konsultation unterzogen worden war.

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Das Gesetz geht über die einfache Verkaufsbeschränkung hinaus. Es legt fest, dass Energy-Drinks in den Verkaufsstellen in gesonderten Bereichen von traditionellen Erfrischungsgetränken platziert werden müssen. Darüber hinaus wird der Verkauf von Alkohol in Bildungszentren, Freizeiteinrichtungen für Kinder und Einrichtungen, in denen Aufführungen für Jugendliche stattfinden, verboten. Verkaufsautomaten dürfen alkoholische Getränke nur anbieten, wenn sie über Systeme zur Altersüberprüfung verfügen.

Die zukünftige Norm entsteht in einem Kontext wachsender Besorgnis über den zunehmenden Konsum von Energy-Drinks bei Jugendlichen. Jüngsten Daten zufolge konsumieren mehr als 54.000 galicische Minderjährige diese regelmäßig, in vielen Fällen mit Koffeinwerten, die von den Gesundheitsbehörden als nicht mehr sicher angesehen werden.