Die Nussbaum-Gruppe gibt bekannt, dass sie sich aus dem Tubengeschäft zurückzieht. Das deutsche Unternehmen gibt zu, dass es diese drastische Entscheidung aufgrund der schwierigen Marktsituation im Bereich der Aluminiumtuben getroffen hat. Deshalb hat sich die Nussbaum Matzingen AG entschieden, sich auf ihr Kerngeschäft, die Entwicklung und Produktion von Aluminiumdosen, zu konzentrieren.

Die erste Konsequenz aus diesem unerwarteten Entscheid liess nicht lange auf sich warten: Insgesamt 35 Mitarbeitende im Werk Kesswil sind direkt betroffen. Die Geschäftsleitung entwickelt jedoch einen Sozialplan, um schwierige Fälle zu vermeiden. Erfreulicherweise erwägt das Unternehmen im Zuge des geplanten Ausbaus des Standorts Matzingen, einen Teil seiner Mitarbeiter dorthin zu verlagern.

„Wir sind stolz auf die weltweit erste Monoblock-Aluminiumdose mit einer unschlagbaren CO2-Reduktion von 96% und Marktverfügbarkeit, die zu 100% aus gebrauchten Getränkedosen hergestellt wird. Bei unseren anderen Top-Sellern, wie wiederbefüllbaren Schraubdosen, Deo-Roll-Dosen und Shaker-Dosen, erwarten wir ein beträchtliches Wachstum“, so das Unternehmen.

Die Geschäftsleitung bedauert, dass damit der letzte Schweizer Aluminiumtubenhersteller seine Tore schliesst und stellt klar, dass die Tubenproduktionslinien im Rahmen eines Asset Purchase Agreements an die Linhardt Gruppe verkauft wurden.

Als Pionier der Innovationen hat sich die Nussbaum-Gruppe seit 1963 an drei Produktionsstandorten auf die Herstellung von Aluminium-Monobloc-Dosen und anderen Aluminium-Verpackungslösungen spezialisiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der traditionellen Entwicklung nachhaltiger Produkte mit umweltfreundlichen Produktionsmethoden.