Bunting hat einen neuen elektromagnetischen Nassfilter mit einem Magnetfeld von ultrahoher Intensität (von 3.500 bis 10.000 Gauss) entwickelt. Die Magnetseparationstechnologie trennt feines Eisen und paramagnetische Mineralien aus Flüssigkeiten und Schlämmen und wird in der Keramik-, Mineralverarbeitungs- und Recyclingindustrie sowie bei der Abwasserreinigung in der Stahlproduktion und in Kraftwerken eingesetzt.
Das hochintensive Magnetfeld des elektromagnetischen Nassfilters ermöglicht die Abtrennung von magnetisch schwachen Partikeln, die von anderen magnetischen Abtrennungstechnologien nicht beeinflusst werden. In der Keramikindustrie entfernt der elektromagnetische Nassfilter problematische magnetische Partikel, sowohl freies Eisen als auch magnetische Mineralien, aus Schlämmen und Glasuren. In der Mineralienverarbeitung entfernen stärkere elektromagnetische Filter feines Eisen und einige paramagnetische Mineralien (z.B. Hämatit), die in nicht-metallischen Erzen vorkommen. Elektromagnetische Nassfilter werden auch zur Entfernung von freiem Eisen und Kesselstein aus Wasser in Kraftwerken, Stahlwerken und Wasserrecyclinganlagen eingesetzt.
Der elektromagnetische Nassfilter ist eine der effektivsten Methoden zur kontinuierlichen Entfernung von feinem Eisen und problematischen paramagnetischen Mineralien aus keramischen Schlämmen und Glasuren sowie aus Schlämmen von Industriemineralien (z.B. Kaolin, Kalziumkarbonat, Quarzsand und Feldspat). Die Technologie erzielt eine höhere Trennungseffizienz als Permanentmagnetabscheider und kleine elektromagnetische Abscheider, indem sie eine beträchtliche Stärke des Hintergrundmagnetfeldes im Behälter (2.500 Gauss, 5.000 Gauss oder 10.000 Gauss) und einen hohen Magnetfeldgradienten an der Oberfläche der Matrix erzeugt. Die Magnetfeldstärke an der Oberfläche der Matrize beträgt das Zwei- bis Dreifache des Hintergrundfeldes. Ein Hintergrundfeld von 5.000 Gauss erzeugt beispielsweise zwischen 10.000 und 15.000 Gauss in der Matrize.
Ein elektromagnetischer Nassfilter besteht aus einer elektromagnetischen Spule, die um einen zentralen hohlen Kern angeordnet ist, der eine magnetische Edelstahlmatrix (Serie 400) in verschiedenen Ausführungen enthält. Die hocheffiziente, am Computer entwickelte Spule erzeugt ein hochintensives Magnetfeld, das sich an bestimmten Stellen in der Matrix verstärkt und so die notwendige Magnetkraft erzeugt, um paramagnetische Partikel vom Schlamm zu trennen.
Die Magnetspule ist in einem runden oder rechteckigen Stahlgehäuse untergebracht, das so konzipiert ist, dass das Magnetfeld in der hohlen Mitte der Spule verstärkt wird. Das ölgekühlte Design der elektromagnetischen Spule sorgt für thermische Stabilität und erzeugt gleichzeitig hohe Gaußwerte. Die Spulenkonstruktionen sind energieeffizient und halten die Betriebstemperaturen niedrig.
Die Ventilschächte (für Produktzufuhr und -abfluss sowie für Reinigungswasser und Luft) werden je nach Anwendung und Installation oben und unten montiert.
Die Entfernung des eingefangenen Magnetismus im Inneren des elektromagnetischen Nassfilters kann manuell oder automatisch erfolgen. Für einen vollautomatischen Betrieb werden der elektromagnetische Nassfilter und der Prozess über eine separate Steuerung verwaltet. Die Steuerung besteht aus einer Siemens S7-1200 SPS mit einer Siemens HMI.
Über die Steuerung können die Bediener die Häufigkeit und die Parameter der Matrixreinigung einstellen. Das gerichtete Waschsystem sorgt für eine maximale Entfernung von eingefangenen Magnetismen und Paramagnetismen aus der Matrix und maximiert so die magnetische Trennung der nächsten Produktcharge.
Der elektromagnetische Nassfilter ist mit einer integrierten Klemmvorrichtung ausgestattet, die ein einfaches Entfernen der Matrize, der Pole und des kompletten Behälters für zusätzliche Wartung und Reinigung ermöglicht. Die Klemmvorrichtung minimiert die Ausfallzeiten in der Produktion und macht die Handhabung der Matrize sicherer und einfacher. Für die Stromversorgung wird ein separater Transformator-Gleichrichter verwendet.