Im Juli dieses Jahres werden sich viele Branchen, die mit Erfrischungsgetränken in Dosen zu tun haben, auf die neue Änderung bei der Verwendung ihrer wichtigsten Inhaltsstoffe wie Aspartam einstellen müssen, um sich als „gesunde“ Produkte zu positionieren, die keinen Zucker enthalten und daher als leicht gelten.
Konkret wird die WHO am 14. Juli zwei Berichte veröffentlichen, die von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) im Rahmen ihrer laufenden Bemühungen, krebserregende Produkte auf der Welt zu finden, erstellt wurden. Insbesondere Aspartam wird in die zweite Liste, die Liste der möglichen Karzinogene, aufgenommen.
Aspartam ist für die milliardenschwere Industrie, die auf Zuckeraustauschstoffe angewiesen ist, von entscheidender Bedeutung, um als Alternative für diejenigen in Frage zu kommen, die weiterhin süße Produkte konsumieren, aber auf konventionellen Zucker verzichten wollen, von dem übrigens kürzlich von der WHO abgeraten wurde. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sollten Nicht-Diabetiker keine anderen Süßungsmittel als Zucker zu sich nehmen.
Aspartam ist zwar zu einem begehrten Stoff auf dem Markt geworden, der bis 2021 einen Wert von 9 Milliarden Dollar haben wird, aber das reicht nicht aus, um den großen Rückgang zu verhindern, den Produkte mit Aspartam erzielen können. Dies ist besorgniserregend, da der Wert von Aspartam bis 2027 auf 12 Milliarden Dollar geschätzt wird. Dieser Prozess könnte sich durch die jüngsten Nachrichten im Zusammenhang mit diesem Inhaltsstoff grundlegend ändern.
Die Erfrischungsgetränkeindustrie ist nicht bereit, von ihrem Standpunkt abzurücken. Dies steht in engem Zusammenhang mit dem Argument, das der JECFA (Sachverständigenausschuss der WHO für Lebensmittelzusatzstoffe) seit 40 Jahren vorbringt. Dieses Fachgremium hat bescheinigt, dass Aspartam für den Verzehr unbedenklich ist, solange es in Maßen konsumiert wird, was auf einer täglichen Basis von 12 bis 36 Dosen für einen 60 kg schweren Erwachsenen festgelegt wurde.
Aspartam ist eine der am besten erforschten Zutaten der Geschichte und wurde von mehr als 90 Lebensmittelsicherheitsbehörden weltweit als sicher eingestuft, darunter auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, die die bisher umfassendste Sicherheitsbewertung von Aspartam durchgeführt hat.
Es sollte betont werden, dass „möglicherweise krebserregend“ nicht dasselbe ist wie „krebserregend“. Die Diskussion über die Gefahren eines übermäßigen Aspartamkonsums muss mit der gebotenen Vorsicht geführt werden, und es ist keinesfalls beabsichtigt, Aspartam als endgültige Ursache für Krebs in Verbindung zu bringen. Für diese Behauptung gibt es keine stichhaltigen Beweise. Andererseits hat die WHO Aspartam auch nicht zu den gefährlichsten Stoffen für die menschliche Gesundheit gezählt.