Eine überwältigende Mehrheit der Spanier unterstützt das Pfandsystem für Getränkeverpackungen, das in Spanien durch das Abfallgesetz und den königlichen Erlass über Verpackungen kurz vor der Umsetzung steht. Dies ist das Ergebnis einer von LinQ Market Research Spain durchgeführten Umfrage unter 1.000 Bürgern.

So gaben 58,3 % der Befragten der Idee der Rückgabe von Dosen, Flaschen und Briks in den Geschäften die volle Punktzahl, und 9 von 10 wünschten sich, dass die Initiative auch Glasflaschen mit einbezieht, was derzeit nicht in den Plänen des Ministeriums für den ökologischen Wandel vorgesehen ist und was für die Förderung der Wiederverwendung entscheidend wäre. Das Abfallgesetz und der Königliche Erlass über Verpackungen haben die Tür für die Einführung eines Systems geöffnet, das dem in Deutschland und den nordischen Ländern bereits erfolgreich praktizierten System ähnelt, wo mehr als 90 % der Getränkeverpackungen zur Wiederverwendung und zum Recycling zurückgenommen werden.

Konkret halten es 20 nationale und regionale Gremien für wichtig, dass zusammen mit dem Pfandsystem Ziele für die Wiederverwendung von Verpackungen aus Kunststoff und Glas ins Auge gefasst werden, um die Emission von Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre zu vermeiden.

Die Organisationen wollten die Umfrage auch im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung vorstellen und zu einem Zeitpunkt, zu dem sich die 15 Mitglieder des spanischen Abgeordnetenhauses gerade konstituiert haben, um die Verabschiedung des Abfallgesetzes zu leiten, in dem das Pfandsystem eine Schlüsselmaßnahme zur Änderung der Abfallbewirtschaftung in Spanien sein soll.

Außerdem sind 84,8 % der Teilnehmer der Meinung, dass es eine sehr gute Idee ist, Getränkeverpackungen im Geschäft zurückzugeben und so das zuvor hinterlegte Pfandgeld zurückzubekommen. Auch für 88 % der Befragten wäre die unmittelbare Folge eines Pfandsystems für Getränkeverpackungen die Verringerung der Umweltverschmutzung, die in Spanien jeden Tag durch die 35 Millionen in die Umwelt geworfenen Verpackungen verursacht wird.

Durch den Verkauf von bepfandeten Getränkebehältern würde die Menge an Getränkebehältern, die jährlich in die Umwelt gelangen, um 6.752 Tonnen reduziert, was bei einer Regelung, die nur auf Dosen und Plastikflaschen abzielt, auf 2.193 Tonnen pro Jahr begrenzt wäre.

Die Regierung hat sich verpflichtet, die Richtlinie umzusetzen, wenn bis 2023 nicht 70 % und bis 2027 nicht 85 % der Einwegplastikflaschen zurückgewonnen werden. 93 % der Befragten sind jedoch der Ansicht, dass die Rückgabe von Flaschen, Dosen und Briks in den Geschäften so schnell wie möglich genehmigt werden sollte, wobei einige Fraktionen bereits den Januar 2023 als Zieltermin ins Auge gefasst haben.