Die dänische Brauerei Carlsberg meldete am Mittwoch einen Anstieg des operativen Jahresgewinns um 5 %, was über den Markterwartungen lag, und gab bekannt, dass sie einen möglichen Börsengang ihrer Geschäftstätigkeit in Indien prüft, was die Aktien um fast 4 % steigen ließ.
Das Unternehmen, der drittgrößte Bierproduzent der Welt nach Anheuser-Busch InBev und Heineken, prognostizierte außerdem ein Gewinnwachstum zwischen 2 % und 6 % für dieses Jahr, warnte jedoch, dass keine wesentlichen Verbesserungen in einem nach wie vor schwierigen Konsumumfeld zu erwarten seien.
Carlsberg hat im Vergleich zu einigen Wettbewerbern eine relativ bessere Leistung erzielt in einem Umfeld, das von schwachen Bierverkäufen geprägt ist, die durch Faktoren wie ungünstige Wetterbedingungen und geopolitische Unsicherheit beeinträchtigt wurden. Dieses bessere Ergebnis erklärt sich teilweise durch die Fokussierung auf alkoholfreie Getränke, die durch die Übernahme des Erfrischungsgetränkeherstellers Britvic verstärkt wurde, die im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde.
Laut dem Unternehmen materialisieren sich die Gewinne aus dieser Transaktion früher als erwartet. Darüber hinaus bestätigte es, dass es einen möglichen Börsengang (IPO) seines Indiengeschäfts prüft, was die seit 2024 kursierenden Spekulationen untermauert.
Analysten wiesen darauf hin, dass diese beiden Aspekte – die Integration von Britvic und die IPO-Option – zum Anstieg der Aktie beigetragen haben. Der Vorstandsvorsitzende Jacob Aarup-Andersen erklärte, dass das Unternehmen verschiedene Alternativen für Indien prüft, betonte jedoch, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde.
Der Analyst Haider Anjum von Jyske Bank wies darauf hin, dass ein Börsengang den Verschuldungsgrad von Carlsberg senken könnte, um ihn nahe an das Ziel von unter dem 2,5-Fachen des operativen Gewinns zu bringen. In ähnlicher Weise schätzte Berndt Maisch, Fondsmanager bei Tresides Asset Management und Aktionär der Brauerei, dass der Verkauf von etwa 25 % des Indiengeschäfts rund 5.000 Millionen dänische Kronen einbringen könnte.
Im Jahr 2025 verzeichnete Carlsberg einen organischen operativen Gewinn von 13.990 Millionen dänischen Kronen, ohne außerordentliche Posten, gegenüber einer Marktprognose von 13.820 Millionen.
Trotz der Wachstumsaussichten warnte Aarup-Andersen, dass noch keine wesentlichen Veränderungen im Verbraucherverhalten zu beobachten sind. Laut dem Manager werden die geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere im Zusammenhang mit der Handelspolitik, weiterhin ein Schlüsselfaktor sein, der sowohl das Verbrauchervertrauen als auch die Beschäftigungsentwicklung beeinflussen wird.










